Wilhelm Beuermann
aus Wikipedia (2010):
Wilhelm Beuermann (* 21. März1937 in Berlin; † 1. Oktober2006 in Hannover) war ein deutscher Maler, Grafiker und Dichter.
Beuermann studierte Grafik an der Werkkunstschule Hannover, vertiefte seine Studien an der École des Beaux-Arts in Paris im Atelier J. Friedländer und an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Bachmann und Prof. Gonda. Nach einem Stipendium des Institut Français im Jahr 1962 war er als freier Maler tätig. 1970 wurde er Mitglied des Deutschen Künstlerbunds.
Malerei, Druckgrafik und Zeichnungen
In seinem Werk lassen sich 5 Schaffensperioden erkennen. Bis Anfang der 1970er Jahre entstanden Gemälde mit rundlich organischen Gebilden. Die 70er Jahre waren geprägt von Bändermotiven. Ende der 70er Jahre vermischten sich Bändermotive mit architektonischen Ansichten, um im Laufe der folgenden Jahre von ihnen abgelöst zu werden. Die 90er Jahre waren geprägt durch das Schiffsmotiv. Ende 1990er Jahre bis 2006: Steinformationen und damit Hinwendung zur Formenwelt der Natur.
Beuermann gewann Ausschreibungen für Kunst am Bau, zum Beispiel 1988 das aus emaillierten Kassetten hergestellte Wandbild des Postbaus in Hannover-Laatzen und 1990 das Wandbild „Der runde Tisch“ im Casino der Heinrich-der-Löwe-Kaserne in Braunschweig.
Seit Anfang der achtziger Jahre zunehmende Bedeutung der dichterischen Ausdrucksform in Tagebuch und Lyrik.
1968 Galerie UBU, Karlsruhe, Galerie Defet, Nürnberg, Galerie Lüpke, Frankfurt
1970 Drian Galleries, London, Landesmuseum Oldenburg, Galerie Villinger, Würzburg, Galerie Kühl, Hannover
1973 Galerie Wendtorf – Swetec, Düsseldorf, Galerie Stein, Köln, Galerie Steintor Verlag, Burgdorf / Hannover
1976 Galerie CIAK, Rom
1977 Galerie Alphonse Chave, Vence / Nizza
1981 Galerie Herzog, Ladenburg / Mannheim, Galerie Happy Joss, Hamburg
1986 Galerie Herzog, Ladenburg / Mannheim, Galerie Artforum, Hannover, Galerie Toni Brechbühl, Grenchen / Schweiz
1993 bis 1995 Wanderausstellung „Tage-Bilderbücher 90-92“ in Leipzig, Berlin, Grenchen / Schweiz, Hannover
2000 „Bilder aus drei Jahrzehnten“, Neues Kreishaus Hannover, Bilder aus den Achtziger Jahren, Kunstverein Mellendorf / Hannover
2009 Kubus an der Aegidienkirche, Hannover
[bis hier zit. Wikipedia]
Die folgenden Texte stammen aus:
leipzigart KUNSTJOURNAL
Der Maler, Graphiker und Poet Wilhelm Beuermann ist gestorben
Nach langer schwerer Krankheit ist am 1. Oktober 2006 der Maler, Graphiker und Poet Wilhelm Beuermann in Hannover gestorben.
Ein guter Freund, geachteter Künstler und wahrer Mensch ist von seinen harten irdischen Prüfungen erlöst und wir sind traurig, tief betroffen, weil wir einen der so
seltenen, wertvollen und einzigartigen Partner verlieren, einen Lebenshelfer, der uns Kraft gab, der unsere Existenz mit seiner Kameradschaft, Güte, Intelligenz und Erfindungsgabe
behütete.
Wilhelm Beuermann strebte nach einer lebenswerten und kulturvollen Weit, die statt Bedrohung Geborgenheit, statt Gleichmacherei und Langeweile Menschlichkeit und
Poesie ermöglicht.
"Wachheit wird das Dunkel streuen,
wenn es tagt auf fernen Gipfeln
werden eure Tränen leuchten
in den Augen meiner Bilder."
(W. Beuermann, 1996)
Wilhelm Beuermann wurde 1937 in Berlin geboren. Er besuchte von 1955 bis 1959 die Werkkunstschule in Hannover, danach die Ecole des Beaux Arts in Paris, arbeitete im
Atelier von J. Friedländer und studierte anschließend von 1960 bis 1963 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin bei den Professoren Gonda und Bachmann.
Seit 1963 wirkte Wilhelm Beuermann als freier Maler in Hannover, seit 1972 mit einem zweiten Wohn- und Arbeitssitz in Italien - zunächst in Ligurien, später auf
Sardinien. Er erhielt erhielt ein Stipendium des Instituts Français, eine Einladung in die Villa Massimo in Rom, war Gründungsmitglied der Gruppe PlasMa (zur Gruppe gehörten neben Wilhelm
Beuermann Ulrike Enders, Rosemarie Würth, János Nádasdy und Max Sauk), er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, erhielt einen Preis im Ideenwettbewerb der Glassteinindustrie, präsentierte
seine Arbeiten seit 1967 auf zahlreichen Personal- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
In Hannover fand Wilhelm Beuermann mit der Galerie Artforum seit 1982 ein Podium für regelmäßige Einzelausstellungen. In Leipzig wird Wilhelm Beuermann seit 1989 von der Edition Lebensretter und der Globus Galerie mit Einzelausstellungen, auf Messen und bei thematischen Gruppenpräsentationen vertreten. So beteilgte sich Wilhelm Beuermann bereits 1989 an der 2. Leipziger Bildermesse. Auch auf der 3. Leipziger Bildermesse 1990 war er vertreten, welche insbesondere Arbeiten von Künstlern aus Hannover und Leipzig präsentierte, und seit 1990 bei der Graphikedition der Edition Lebensretter und damit verbundenen Ausstellungen in mehreren Städten.
Auch an der ersten großen deutsch-deutschen Wanderausstellung "Arche", die in Leipzig (Kroch-Haus), Hannover (Zweckverband Großraum Hannover) sowie Frankfurt am Main (Jahrhunderthalle Hoechst) im Jahr 1991 Station machte und zu der die Edition Lebenrsretter eine Graphikmappe herausgab, beteilgte sich Wilhelm Beuermann.
Die Globus Galerie präsentierte Arbeiten des Künstlers zudem auf vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Leipzig, Berlin, Potsdam, Weimar sowie auf Kunst- und Buchmessen in Leipzig, Köln, Dresden, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Horn/Österreich. Erinnert sei zum Beispiel an "Zeit der Tagebilder 1990-92".
In 27 Monaten, von März 1990 bis Juni 1992 entstanden 790 Bilder in 10 Bänden. Eine Wanderausstellung dieses Werkkomplexes wurde zwischen 1993 und 1995 in der Berliner Stadtbibliothek und in der Leipziger Stadtbibliothek eingerichtet und zudem in Grenchen (Schweiz) und in Hannover gezeigt. Zuletzt präsentierte die Globus Galerie eine Arbeit Beuermanns auf der 12. Leipziger Bildermesse, die als Eintagesausstellung am 3. September 2006 innerhalb des 2. Festivals der Freien Szene im Russischen Pavillon auf dem Gelände der Alten Messe Leipzig stattfand und tausende Besucher anlockte.